Sonntag, 18. Juli 2010

DGB Haus - Schützenbahn 11, 45126 Essen - BESETZT

Um 18h Galerie eröffnet...

Eingestellt von freraum2010 um 00:38

Fragen und Antworten

Fragen und Antworten zur Besetzung des DGB- Gebäudes an der Schützenbahn 11, Essen
Haus der künstlerischen Arbeit
Warum denn eine Besetzung, da sind die Erfolgsaussichten doch gering, warum probiert ihr es nicht mit einem Antrag?
Anträge haben wir bereits einige gestellt. Auch für eine Nutzung des leerstehenden Verdi-Büros, dass wir nun besetzt halten, haben wir eine schriftliche Anfrage gestellt. Die Versuche den „Weg des Papiers“ zu gehen, endeten in diversen Mülleimern. Wir hoffen mit der Besetzung diesen Missstand beheben zu können.
Warum denn das DGB Gebäude?
Der Plan ein Gebäude zu besetzen, um unsere Idee eines „Hauses der künstlerischen Arbeit“ zu verwirklichen Bestand schon länger. Für das DGB Gebäude sprechen zahlreiche Gründe:
1. Das Gebäude ist ideal gelegen- mitten in der Essener Innenstadt.
2. Die Architektur des Gebäudes ist für unser Vorhaben ideal. Es verfügt über ca. 200 einzelne Räume auf 6 Etagen die KünstlerInnen zur Verfügung gestellt werden können. Es können Ateliers, Tanzräume, Film- & Fotostudios und vieles mehr eingerichtet werden.
Das zum Gebäude zugehörige ehemalige Verdi-Büro kann als Galerie genutzt werden. So können wir von Anfang an mit Interessierten in den Dialog treten. Zudem verfügt das Gebäude auch über einen Partyraum.
3. Die Türen waren nicht verschlossen.
Zusätzlich glauben wir, dass der DGB unser Anliegen grundsätzlich verstehen müsste und dass er selbst im Falle, dass eine reguläre Nutzung nicht zu Stande kommen sollte, den Dialog mit uns aufnehmen wird.
Welche Schritte unternehmt ihr um zu einer regulären Nutzung zu kommen? Was heißt denn hier reguläre Nutzung?
Wir haben dem VTG des DGB (VTG Vermögensverwaltungs- und Treuhand-Gesellschaft des Deutschen Gewerkschaftsbundes) unser Anliegen schriftlich mitgeteilt und verhandeln über eine mögliche Nutzung. Wir wollen möglichst schnell eine Situation der Rechtssicherheit für alle Künstlerinnen des Projekts erreichen, damit wir anfangen können zu arbeiten. Wir streben einen Mietvertrag an.
Wer soll das bezahlen?
Da das Gebäude ohnehin leer steht halten wir eine symbolische Miete für angemessen. Für die Betriebskosten wollen wir selbstverständlich aufkommen.
Wie sieht der Plan für die Besetzung aus?
Wir öffnen täglich, beginnend mit dem Sonntag den 18.7., zwischen 18-22h die Galerie. Dort laden wir ein zu Ausstellung, Gespräch und Musik. Dem Publikumsverkehr ist nur die Galerie geöffnet, das Hauptgebäude dürfen nur die an der Besetzung beteiligten Künstlerinnen betreten. Diese Regelung dient hauptsächlich dem Schutz des Gebäudes.
Wer ist dafür verantwortlich?
Die Verantwortlichen haben sich zum „Freiraum2010“ zusammen geschlossen.

Sonntag, 18. Juli 2010

unser vorgehen

Unser Vorgehen:
1. Wir besetzen die Galerie und nutzen das Gebäude
2. Wir treten in Verbindung mit dem Inhaber
3. Wir betreten das große Gebäude nicht – der Schutz der Immobilie ist unsere erste Prämisse und die zweite die Freundschaft mit den Nachbarn, Anwohnern und allen Interessierten.
4. Wir versuchen möglichst viel Unterstützung zu bekommen
5. Wir versuchen einen Mietvertrag zu bekommen
Ohne Miete – Wir zahlen nur Strom Wasser.
Dafür sammeln wir ab dem ersten Tag Spenden.
6. Wir machen eine wöchentlich wechselnde Ausstellung und täglich ein kulturelles Angebot!
7. Wir treten in Verhandlungen über die Nutzung des ganzen Gebäudes.
8. Wir schaffen eine Finanzierungs- und Organisationsstruktur für das Haus der künstlerischen Arbeit.
9. Wir schaffen ein Kunsthaus, das mindestens 400 Jahre steht.

Das Freiraum2010 Team. Freiraum 2010.de

1 Kommentare:

KK
Banales hat gesagt…
10. Instandbesetzen statt kaputtbesitzen?
20. Juli 2010 02:17

Sonntag, 18. Juli 2010

konzept

Das Haus der künstlerischen Arbeit (HdKA) (Freiraum2010)

Wir wollen...
Ein HdKa in Essen, der Stadt in der die meisten von uns wohnen und arbeiten, errichten. Ein HdKa soll Arbeitsflächen für Kunstschaffende zur Verfügung stellen. Es richtet sich ausdrücklich an alle Kunstschaffenden, die noch nicht in der finanziellen Situation sind von den von ihnen geschaffenen Werken zu leben.
Künstlerisches Arbeiten ist für uns nicht durch bestimmte Praktiken und Techniken definiert. Künstlerisches Arbeiten halten für in allen Disziplinen machbar. Das HdKa ist somit für Kunstschaffende aller Disziplinen gedacht.

Unser Plan für das Gebäude
Wir wollen gerichtet an dem Bedarf, der an der Erstnutzung beteiligten Kunstschaffenden Räume zur Verfügung stellen, für die wir mit sofortiger Wirkung Strom und Wasserversorgung aufkommen werden.
Zu diesem Zweck werden mit dem Tag der Nutzung beginnend Verhandlungen mit dem Eigentümer aufgenommen.
Unser erstes und oberstes Ziel ist möglichst umgehend eine Situation der Rechtssicherheit zu schaffen, um eine dauerhafte Nutzung zu sichern.
Den offenen Dialog mit allen gesellschaftlichen Akteuren suchen wir ab dem ersten Nutzungstag täglich ab 18h in der „Galerie“. Für persönliche Gespräche stehen wir stets zur Verfügung. Die Gründungsgruppe des Vereins „Freiraum2010“ übernimmt gemeinsam die Verantwortung für alle in dieser Verlautbarung festgesetzten Ziele.
Dem öffentlichen Publikumsverkehr wird vorerst nur die „Galerie“ zugänglich sein.
Ab dem heutigen Tag beginnt die Nutzung. Sie sind alle herzlich zu unserer Eröffnungsfeier eingeladen.
Wir haben für die ersten Wochen ein schönes künstlerisches Programm mit viel Musik zusammen gestellt und freuen uns auf ihren Besuch. Bis 18h...
ihr Freiraum2010-Team

P.S.: Für Interessierte ist das Haus auch schon früher geöffnet, schauen sie einfach mal rum!
Eingestellt von freraum2010 um 06:48

unser handzettel

Wir haben ein Haus besetzt, sorry ein Kunsthaus eröffnet!
Noch nicht ganz, aber eine Galerie!
Die Initiative Freiraum2010 hat das ehemalige, seit 3 Jahren leerstehende DGB-Haus (Schützenbahn 11, 45127 Essen) besetzt und macht dort beginnend mit dem heutigen Tag, dem 18.07.2010 jetzt ein tägliches Kulturprogramm. Jeden Tag von 18h bis 22h!
Wir eröffnen den Freiraum2010!
Wir laden herzlich ein zum ansehen der Ausstellung „Kunst in der Enge“ und zu Musik und Gespräch. Unterstützen Sie uns, indem Sie kommen, spenden, von uns erzählen. Besuchen sie unser Haus oder unsere Webseite: freiraum2010.de
Und diese Besetzung ist erst der Anfang! Wir wollen nicht nur die Galerie wir wollen im DBG ein Kunsthaus - von KünstlerInnen gemacht- aufbauen, dass mindesten 400 Jahre steht. Nachhaltigkeit pur!
Wir sind 25, die sich bekennen und bereits mehr als 50 auf der Warteliste. Wir wollen Arbeitsräume für Kunst !:
Jetzt, für lau (wir zahlen natürlich Strom & Wasser), für alle die Kunst machen wollen ob mit Farben, Füßen, Stimmen mit Stühlen oder zwischen ihnen.
Kunst sucht und erfindet Schönheit für unsere Welt und wann damit Geld verdient wird können und wollen wir nicht planen:
Deswegen jetzt: Freiraum2010 und Haus der künstlerischen Arbeit unterstützen! Für Essen, für alle, für mindestens 400 Jahre...
Alle Infos: Freiraum2010.de
V.i.S.d.P: J.Hendricksen / tel. 0176/22625851

Eingestellt von freraum2010 um 06:48

Sonntag, 18. Juli 2010

Kommt vorbei

gleich eröffnen wir die Aussstellung KUNST IN DER ENGE
ab 18h mit Musik und EUCH

bis gleich

euer freiraum
Eingestellt von freraum2010 um 06:49

bekennerschreiben

Lieber VGTdesDGB, lieber DGB und liebe Mitlesende!

Wir haben das ehemalige DGB-Gebäude an der Schützenbahn besetzt und machen im ehemaligen Verdi-Service Center ab jetzt täglich ab 18h Kunst- & Kulturveranstaltungen. Die Ausstellung ist aufgebaut, die Musiker sind da und wir hoffen aufs Beste. Im Anhang finden sie unsere Konzepte für unserer erträumtes Kunsthaus.

Wir hatten gestern schon einen wunderschönen Tag in Ihrem Gebäude und viele Gäste und Interessierte haben uns besucht. Wir hoffen auch den ein oder anderen von Ihnen heute bei uns, bzw. bei sich, empfangen zu können. Ab 13h sind alle Ansprechpartner vor Ort...

Im Anhang finden sie ein paar Fotos von heute, 17.7.2010 und unsere schriftlichen Veröffentlichungen.

Zur Vorgeschichte:
Wir sind eine Gruppe von Kunstschaffenden aus Essen und dem ganzen Ruhrgebiet. Atelierflächen und Ausstellungsräume zu bekommen ist gerade für den Nachwuchs schwer. "Kreativ-Wirtschaftler" können ihr Geld verdienen, indem sie Kunst-Werke verkaufen. Uns geht es aber darum, dass Mensch Kunst machen können ohne Verwertungsdruck.
Während in Essen der Jugendarbeit, den Jugendzentren, den Proberäumen, den Atelierräumen und sonst so vielem das Licht ausgeht, würden wir gerne eines anmachen!

Es ergab sich, dass die Tür zum DGB Haus offen stand. Nicht sprichwörtlich, sondern wirklich. Die Haupteingangstür war auf und oben auf einem Tisch lagen aufgereiht alle Schlüssel. Nachdem wir durch die Vordertür rein sind, haben wir jetzt von innen abgeschlossen.

Vor einem halben Jahr hatten wir bei Ihnen (VGTdesDGB) angefragt, die Immobilie im Rahmen einer Zwischennutzung nutzen zu können. Uns wurde telefonisch mitgeteilt, dass solch eine Nutzung nicht interessant wäre und das Objekt vermietet werden solle. Dies ist 6 Monate her...

Diese Besetzung ist nicht symbolisch gemeint: das DGB Haus ist aus zahllosen Gründen der ideale Ort für freie Kunst und Kulturarbeit. Wir bitten Sie uns über ihre Überlegungen zu informieren und würden uns freuen den Dialog mit Ihnen aufnehmen zu können!

Wir hoffen auf Ihr Verständnis für unsere Aktion

freiraum2010 team

V.i.S.d.P. J.Hendricksen
tel.:017622625851
freiraum@gmx.net
freiraum2010.de

 

strafraumpogo hat gesagt…

Hey!
Super Aktion! Das freut mich und ich werde heute abend auf jeden Fall mal vorbeischauen.
Cheerio,
M.

20. Juli 2010 03:31 ss

 

Dienstag, 20. Juli 2010

Letzter Stand

Hallo liebe Unterstützer, Freunde und Interessierte!
Lange Zeit haben wir uns nicht gemeldet, da sich die Ereignisse hier überschlugen.
Das meiste steht auch auf verschiedenen Presseportalen aber hier nochmal das wichtigste von uns:

Am Montag nachmittag war ein Vertreter des Inhabers, VTG des DGB, vor Ort.
Ein katastrophaler Auftritt, bei dem sich der VTG Vertreter hinter seinem Anwalt versteckte als stellten wir eine Bedrohung dar. Von unseren Inhalten war zum VTG anscheinend nichts durchgedrungen. Die sofortige Räumung wurde gefordert und die Personalien aller Anwesenden, inkl. der Gäste, aufgenommen.
Enttäuschender hätte der Auftritt der Vermögensverwaltung des DGB nicht sein können. Statt Verhandlungen- Räumungsdrohung und Ankündigung der Aufnahme eines Strafverfahrens. Eine sofortige Räumung kam für uns nicht in Frage und wir diskutierten im Plenum bis wir zu dem Entschluss kamen, dass wir auf dieser Grundlage keine aussichtsreichen Verhandlungen führen können.
Die Ausstellung und die Musikinstrumente & Technik brachten wir noch Nachts in Sicherheit.
Bei der Pressekonferenz heute morgen besuchte uns erneut der IG-Bau Sekretär H. Vermeer und versprach im Sinne unseres Anliegen mit der VTG erneut zu verhandeln. Wir hatten der VTG die Räumung bis 18h angekündigt und empfingen um 16.30 die Delegation des Vermieters. In Anwesenheit des DGB-Kreisvorsitzenden (MEO) und H.Vermeer, des Hausmeisters, sowie des Anwalts der VTG machten wir eine erfolgreiche Gebäudeabnahme, Beschädigungen wurden nicht festgestellt.
Auf Veranlassung des DGB wird nun entsprechend der Ansage des VTG: "Wenn ihr rausgeht, kann verhandelt werden" seitens des VTG eine Prüfung stattfinden, inwieweit unser Vorhaben in dem Gebäude umgesetzt werden kann. Das Hauptproblem bleibt der Brandschutz. Wir werden diese Verhandlungen selbstverständlich führen, setzen jedoch kaum Hoffnungen in ein unseren Vorstellungen entsprechendes Ergebnis. Unsere Arbeit für eine Haus der künstlerischen Arbeit werden wir in jedem Fall fortsetzen.
Abschließend bleibt zu bemerken, dass die Beziehung VTG zu DGB für uns seltsam bleibt. Es stellte sich so dar, dass wir in Einvernehmen mit den DGB-Vertretern den VTG kritisierten. Wir hätten erwartet, dass auch die VTG die politischen Inhalte des DGB mitträgt. Für uns benahm sich der VTG desinteressiert und bürokratisch und der DGB solidarisch.

Fazit: Wir sind vorerst raus!
Entschuldigt die teils holprigen Formulierungen, wir sind grad ein wenig erschöpft.
Wir danken allen, die uns besucht, unterstützt und über uns berichtet haben!
Eingestellt von freraum2010 um 10:58 a

3 Kommentare:

Isabella Shu hat gesagt…

Kommentar zum artikel "Hausbesetzung dgb stellt Künstlergruppe ultimatum" von www.derwesten.de :)

Herrlich wie heutzutage noch Demokratie funktioniert, wo das Gespräch gesucht wird um im Diskurs neue Lösungen sich entwickeln!
Schade das der DGB einerseits sich um kulturelle Vielfallt bemühe möchte, (http://www.dgb.de/uber-uns/unsere-zukunft/anforderungen-an-die-gesellschaft) andererseits die kleinen Möglichkeiten zur Veränderung nicht nutzt. Zitat:

3. Kulturelle Vielfalt und demokratische Medien fördern
Demokratie lebt von kultureller Vielfalt sowie von der Möglichkeit, selbstbestimmt Entscheidungen zu treffen. Kulturelle Angebote wahrzunehmen und sich aktiv dem Lebensumfeld zu widmen sind Voraussetzungen, die menschlichen Bedürfnisse und Fähigkeiten zu entwickeln. Nur so ist es möglich, kreative Potentiale zu entfalten und das Leben phantasievoll zu gestalten. Das gilt auch für die Arbeitswelt.
Investitionen in die Künste und Kultur sind für eine demokratische Gesellschaft unverzichtbar. Die künstlerische Freiheit muß dabei gewahrt bleiben. Die öffentliche Kulturförderung muß ein vielfältiges kulturelles Angebot ermöglichen. Kulturelle Lebensqualität darf nicht das Privileg allein von Wohlhabenden und Bildungseliten sein.
#8 von Basilius S. , am 20.07.2010 um 10:25

20. Juli 2010 14:36 a
oli hat gesagt…

Hab Eure Aktion auch mal durch einen Beitrag bei uns im Blog kommentiert. Wir wünschen Euch viel Erfolg.

www.goodboysinaction.com/blog

21. Juli 2010 06:55 a
Martin Radespiel hat gesagt…

Zu bemerken wäre das der Brandschutz früher genausogut lief wir jetzt.

21. Juli 2010 07:12

Mittwoch, 21. Juli 2010

Öffentliche Erklärung zum Verlauf der Besetzung des DGB- Gebäudes durch die Initiative Freiraum2010

Die Initiative Freiraum2010 hat das DGB-Gebäude in Essen verlassen, um Verhandlungen zu ermöglichen.
Die Räumung war die Bedingung des VTG des DGB, um in Verhandlungen zu treten.
Noch bei der Gebäude-Abnahme, bei der keine Beschädigung festgestellt werden konnte, wurde uns vom Eigentümer folgendes zugesichert:
- Die Brandschutzlage im Gebäude wird erneut überprüft, insbesondere in dem Gebäudeteil, den wir besetzt hielten (ehemalige Verdi-Büros, Seitenflügel).
- Es wird uns ein Angebot zur möglichen Nutzung unterbreitet.

Da ein baugleiches Ladenlokal neben dem von uns als Galerie genutzten Gebäudeteils vermietet ist und im Gespräch vor Ort der Eigentümer zu den spezifischen Brandschutzmängeln in diesem Gebäudeteil keine Angaben machen konnte, stellen wir die Argumentation des Eigentümers teilweise in Frage. Das "Brandschutz-Argument" bezog sich auf eine Nutzung des gesamten Komplexes. Dass eine solche Nutzung zu keinem Zeitpunkt gegeben war, ist aus den dem Eigentümer kommunizierten Verlautbarungen ersichtlich. Das nährt den Verdacht, dass der Eigentümer unsere Verlautbarungen und Gesprächsangebote überhaupt nicht oder nicht richtig zur Kenntnis genommen hatte, bevor er die Räumungsklage veranlasste. Dies erklärt auch den verängstigten Auftritt des VTG Vertreters vor Ort. Hinter seinen Anwalt versteckt, ließ es diesen den juristischen Text verlesen. Wir betonen erneut, dass wir dieses Verhalten angesichts der Situation vor Ort sehr bedauern.
Der Eigentümer hat nicht zur Kenntnis genommen, dass wir keine klassische Besetzung durchführten, sondern in einem unverschlossen vorgefundenen Gebäude eine Galerie mit Musikbühne und Atelierräume eröffneten. Die Räume waren zu keinem Zeitpunkt nur besetzt, sondern sie wurden durchgehend genutzt. Durch Erstattung von Räumungsklage hat der Eigentümer de facto eine Galerie mit Musikbühne und 5 Atelierräume geschlossen.
Wir sind sehr froh, dass es uns gelungen ist eine öffentliche Diskussion über nicht-vorhandene Freiräume für KünstlerInnen im Ruhrgebiet anzutreten. Dass diese nicht vorhanden sind, stellt für uns für uns selbstredend keine Neuigkeit dar und es ist dann verwunderlich, wenn auch stets begrüßenswert, dass sich Verantwortliche nun zum Teil für unsere Aktion begeistern. Dass es im Ruhrgebiet und auch Bundesweit an unkommerziellen Freiräumen mangelt ist nun wahrlich keine Überraschung.

Wir vertrauen in der jetzigen Situation auf den DGB als Verhandlungspartner!
Wir fordern, dass die versprochenen Verhandlungen augenblicklich in Gang kommen und nicht erneut in der Bürokratie versanden! Wir denken, dass wir durch unsere Verhalten dafür beste Ausgangsbedingungen geschaffen haben. Wir werden ab jetzt täglich den Vorplatz des Gebäudes gestalterisch bearbeiten und laden am nächsten Mittwoch den 28.7. zum Fest vor dem Gebäude ein. Mit Aktionen vor dem Gebäude und in der Innenstadt werden wir den ganzen Tag über auf unser Anliegen hinweisen und laden ab 18h alle Unterstützer (ausdrücklich auch den DGB) ein mit uns auf die Wiedereröffnung unseres Kunsthauses hinzufeiern. Die Presse laden wir herzlich um 11h zur Pressekonferenz ein. Diese findet vor dem Gebäude (Schützenbahn 11) statt.

Selbst wenn vorerst nur eine Teilnutzung des Gebäudes möglich sein sollte und diese nur bis zum Verkauf des Gebäudes gelten sollte, wäre dies für uns ein Teilerfolg, der uns zwar nicht die Möglichkeit geben würde, wenigstens einen geringen Teil, der bei uns aus dem ganzen Ruhrgebiet anfragenden Künstler unterzubringen (die Warteliste ist nach 250 Einträgen vorerst geschlossen), aber zumindest die vitale, freie und kreativ-ästhetische Szene erst einmal sichtbar zu machen und die begonnene Arbeit fortzusetzen.

Wir würden uns sehr darüber freuen und halten uns alle Optionen offen.

Danke an alle die uns besucht, mit uns geredet und über uns berichtet haben.

Besonders freut uns auch die Unterstützung die wir von der "Recht auf Stadt" aus Hamburg erhalten haben. Den offenen Brief der Hamburger können Sie hier lesen.

Martin hat gesagt…

Es besteht die Changse das der Name Essen Kulturhauptstadt echte Züge davontragen wird.

Martin hat gesagt…

Es besteht die Changse das der Name Essen Kulturhauptstadt echte Züge davontragen wird.

 

 

Sonntag, 1. August 2010

Verhandlungen laufen...

Nun wird in aller Vertraulichkeit verhandelt...

dank allen, die uns beim Straßenfest besucht haben...

home

 

 

 

home

 

 

 

impressum: j.hendricksen/sabinastr.13/45136 essen /verantwortlich: inhalte:ja, links:nein