Freiraum2010-Demo auf dem Schweihnachtsmarkt
Mit Lautsprecherwagen, Flaggen, Masken und Kostüm rückten einige Freiraum-Aktivisten in die Essener-Innenstadt vor. 2 Stunden lang konnten wir den Massen unverblümt unsere Botschaft mit auf den Weg geben. Beliebt war die paradoxe Forderung nach "Totalverblödung für alle." bzw. "Faschismus ist ein Selbstläufer, einfach so weiter machen." oder auch "Selbsthass für alle, den haben wir uns verdient" und als Sahnehäubchen "Atomendlager unter dem Kennedyplatz". Dazwischen tanzten wir auf heiße Balkan. und Orient Beats von Turbo Tim. Freiraum dankt: "Tanz und Ablehnung für 99,99& dieser widerwärtigen Gesellschaft, jetzt mittanzen und aussteigen."
WER SICH FRAGT WAS FREIRAUM MACHT, WO FREIRAUM2010 IST, DER KOMME ZU UNSEREN WÖCHENTLICHEN AKTIONSPLENEN, IMMER MITWOCHS UM 19.30H- diesmal (7.12) im Storp9, Storpstr.9.45139 Essen, - WEIL WIR KEINEN RAUM HABEN, AN WECHSELNDEN ORTEN: info@freiraum2010.de
Der Freiraum ist auf der Suche nach einem neuen Objekt!
Einen symbolischen Kampf führen
wir um die unzureichenden Arbeitsmöglichkeiten für Kunstschaffende .
Die Errichtung eines Kunst-Arbeits-Hauses (Haus der künstlerischen
Arbeit) ist zentrales Ziel. Um auf die Problematik fehlender,
bezahlbarer Flächen hinzuweisen, haben wir ein leerstehendes Gebäude in
Essen temporär umgenutzt (besetzt). Im Zusammenhang mit diesem Gebäude
fanden Verhandlungen mit dem Eigentümer statt.
Die Verhandlungen sind
gescheitert. Der DGB hat seine Verantwortlichkeiten an den VTGdesDGB
outgesourced, um seine Werte behalten zu können. Mit zynischem Abnicken
begrüssen wir diese schizoide Selbstvernichtung und feiern den DGB als
Inbegriff der alltäglichen, absoluten Lächerlichkeit der Vorstellung
Macht und Werte könnten zusammen finden. Sexuell-mafiöse Handwäsche von
Handelspartnern finden wir tödlich ermüdend und sehen uns deutlich in
der Haltung bestätigt, dass nur eine ästhetische Umgestaltung der
Gesellschaft eine inspirierende Richtung angeben kann.
Die Besetzung des DGB-Gebäudes
führte also zu keinem Erfolg.
Freiraum bleibt raumlos kooperiert
nun u.a. mit der Gruppe "ohne raum" und anderen und wird ein Kunsthaus
in Essen errichten- ein "Haus der künstlerischen Arbeit" ! Für 400
Jahre! Während sich die Essener Kulturpolitik auf die "noch-so-gerade"
Instandhaltung und ansonsten Abwicklung von Kunst- und Kulturprojekten
konzentriert, lacht sich Freiraum ins prekäre Fäustchen.
Freiraum fordert, auch wenn sich
das anscheinend schwer denken lässt, eine Neugründung der Kunst! Wir
fordern, dass nur da Kunst stattfinden kann, wo alle Kunst machen. Die
Kunst macht keine Gefangenen! Wo instrumentalisiert wird, findet keine
Kunst statt! Kunst ist nicht weisungsgebunden! Wir streben eine
Verselbstständigung der Kunst in allen Bereichen an und sympathisieren
mit dem Selbst und dem Vertrauen, weniger als mit der
Bittstellerei bei Kulturinstitutionen. Kunst ist Intimität statt
Evaluation- Vertrauen statt Erfahrung- Unsere Überflüssigkeit macht uns
unbesiegbar! Zum Wohl!